2. Hauptrunde Stadtpokal am 08.10.2011
Zur 2. Hauptrunde des Stadtpokals reiste die Handwerker Reserve ins Bauarbeiterstadion. Die erste Runde hatte man dank eines Freiloses gemeistert. Nach zwei herben Niederlagen im Ligabetrieb wollte man sich im Pokal neues Selbstvertrauen holen für die anstehenden Spiele.
Mit dem USC Magdeburg bekam man einen Gegner auf Augenhöhe. Der Beginn des Spiels war geprägt von ersten zaghaften Kombinationsversuchen. Die SGH bemühte sich, mit Passkombinationen die nötige Sicherheit zu erspielen. Allerdings konnten diese eher selten zu Ende geführt werden. Entweder man scheiterte an den eigenen Fertigkeiten oder am berühmten letzten Pass. Zwar endete man somit meistens 18-20 Meter vor dem Tor des USC ergebnislos, doch gegenüber den letzten Auftritten gab man in dieser Hinsicht ein deutlich besseres Bild ab. Leider wurden in der Defensivbewegung wieder zu viele Fehler begangen. Hauptsächlich wurde die Zuordnung und Manndeckung vernachlässigt, worin auch die Ursachen des 2:0 und des 3:0 liegen. Gerade bei diesen Toren gönnen sich die betreffenden Handwerker ein folgenschweres Schläfchen. Deren Gegenspieler stehlen sich die entscheidenden Meter davon und können mit einem langen Pass in die Spitze bedient werden. Beide 1:1 Situationen gegen Mattern werden clever zu Gunsten des USC entschieden. Zum Pausentee war man sich sicher, dass hier noch einiges möglich ist und man keinesfalls klar unterlegen war.
Mit einem Motivationsschub, wie es ihn schon in der 1. Halbzeit hätte geben müssen, startete man in die nächsten 45 Minuten. Mit dem nötigen Engagement konnte man den USC auch entsprechend unter Druck setzen. Da wurden entscheidende Zweikämpfe gewonnen und man stand in der Defensive besser. Der USC reagierte nur noch, Handwerk hatte klar die Oberhand und kam auch zu entsprechenden Torchancen. Ein Angriff der Handwerker über die linke Seite wurde durch ein Foul gestoppt. Den folgenden Freistoß versenkte Gregor gut platziert im langen Eck. Der Treffer gab weitere Motivation und man konnte die souveräne Spielweise weiter fortführen. Es dauerte auch nicht lange, bis ein weiterer Angriff mit einem starken Schuss von Stirnweiß von der Linie des 16ers vollendet wurde. Auch im Anschluss war Handwerk weiter spielbestimmend und kam zu zahlreichen Chancen für das 3:3, doch keine einzige wurde genutzt. Die Aktionen des USC beschränkten sich nur noch auf hohe lange Bälle in die Spitze, die man weitesgehend souverän abwehren konnte. Kurz vor Schluss konnte ein Angreifer des USC leider nur noch per Foul, 20 Meter vor dem Tor, gestoppt werden. Alle waren auf eine direkte Variante eingestellt doch der USC spielte die Möglichkeit gut aus und legte den Ball ab. Ein Spieler, der aus dem Hintergrund angelaufen kam, wuchtete den Ball kraftvoll ins Netz. Quasi direkt im Anschluss folgte der Schlusspfiff.
Trotz der Niederlage hat man Verbesserungen im Spiel der SGH bemerken können. Abgesehen von den ersten Kombinationsversuchen, zeigte man gerade in der 2. Halbzeit die kämpferische Einstellung, der es auch in den künftigen Ligaduellen bedarf. Wenn man dann noch von Anfang an konzetriert spielt und sich gerade in der Defensivbewegung nicht übertölpeln lässt, sind auch künftig weitere Leistungssteigerungen möglich.
(Andreas Thiede)
Mattern - Gehring, Schulz, Stürwold, Seidler (64. Stirnweiß), Grzybowski, Timpe, Gregor, Thiede, Krull, Meya
1:0 ...
2:0 ...
3:0 ...
3:1 Gregor
3:2 Sirnweiß
4:2 ...
Steve Winkler
Seidler
20